Montag, 30. November 2020
#altes und neues
Mittwoch, 25. November 2020
#und los!
Sonntag, 22. November 2020
#DUundich
Freitag, 20. November 2020
#mehr
für mich ist das mehr. das hier.
das hier ist für mich mehr. mehr als es scheint. so viel mehr.
das startete alles mal ganz anders. und auch da war es schon mehr. mehr als einfach nur erzählen. mehr als einfach nur schreiben.
und jetzt ist es so. ganz anders als damals. und doch so ich. das alte passt gar nicht mehr und trotzdem ist es noch so passend. das war ich. und das bin ich immer noch.
es war damals schon mehr als es scheint. und das ist es immer noch.
und ich bin so dankbar. so dankbar dafür, dass es mich immer wieder hierher zurück verleitet.
dass hier immer wieder und immer noch menschen einfach da sind. aber sie sind mehr. als einfach nur da.
danke dafür.
Donnerstag, 19. November 2020
#du
Donnerstag, 12. November 2020
#alloveragain
Hi.
Du. Genau du.
Wir kennen uns oder?
Das letzte Mal ist schon lang her. Vielleicht erinnerst du dich.
Heute, so wie jedes Mal, treffen wir uns hier. Wieder genau hier. An dem Ort, der dir so viel gibt.
Halt. Freundschaft. Austausch. Unterstützung. Verständnis. Hoffnung. Liebe.
Du dachtest, du bräuchtest das alles nicht mehr. Du bist darüber hinweg. Du bist rausgewachsen. Hast alles im Griff.
Und dennoch kehrst du wieder und wieder hierher zurück. Sehnst dich nach all dem. All dem, was dir die Realität nicht gibt.
Du weißt, es gibt etwas in dir. Etwas, das dich beschäftigt. Das dich belastet. Das deine Gedanken immer wieder zu sich zieht. Das sich immer wieder in den Fokus drängt. Das alle anderen niemals verstehen werden.
Nur hier. Hier wirst du verstanden.
Samstag, 26. Oktober 2019
#59 let's start!
Tiefpunkt.
Höchstgewicht.
In meinem Kopf muss es endlich klick machen, bevor das hier noch mehr ausartet.
Ich muss mich jetzt einfach zur Veränderung zwingen, bis ich das wieder richtig drin hab.
Heute und morgen will ich gerne shoppen gehen. Ich wohne ja in der Nähe von Stuttgart. Dort ist heute bis 24Uhr auf, viele Aktionen in der Stadt und Lichtershows.
Morgen ist verkaufsoffen in Metzingen, dort gibt es die Outlet City. Viele Marken, riesen Rabatte. Die Klamotten sind meist nicht dieselben Kollektionen wie in den normalen Shops und werden daher extra fürs Outlet produziert und sind deshalb nicht so teuer. Aber wir haben dort immer so viele tolle Sachen gefunden.
Nur heute fühle ich mich so fett und hässlich. Mal sehen wie gut ich das überstehe.
Alles Liebe ♡
Montag, 21. Oktober 2019
#58 ich werde immer mehr...
und mehr.
und ich kann es nicht stoppen.
mein kopf setzt mir keine grenzen. mein körper auch nicht.
Gefühlt habe ich 1000 Baustellen auf einmal an mir, dass ich gar nicht weiß, wo ich gerade anfangen soll.
Seit ich wieder hier bin, bin ich mir mehr über meinen eigenen Körper bewusst geworden. Ich sehe mittlerweile richtig mopsig aus. Mein Gewicht ist mal wieder bei ca. 61kg. Mal wieder das höchste Gewicht, das ich habe. Komischerweise geht das nie drüber, ich weiß nicht warum. Vielleicht setzt mir mein Körper da also doch eine Art von Grenze. In meiner dünnen Zeit mit ca. 51kg habe ich mir so viele neue Klamotten kaufen müssen, weil vor allem die Hosen an meinen Beinen schlabberten, dass es unmöglich aussah. Die neuen Hosen sind mir jetzt zu eng und der alte Rest passt wieder. Ganz toll!
Ich fühle mich zurzeit so hässlich und eklig.
wie ein Fleischberg.
schwabbelig.
rund.
mopsig.
Ich vermeide auch jeden Blick in den Spiegel, vor meinem Freund ist mir das so unangenehm wie ich aussehe, obwohl er mir von sich aus keinen Grund dafür gibt. Aber ich selbst weiß, dass ich viel dünner und hübscher war, als wir uns kennenlernten.
Jetzt am Wochenende habe ich meine Schwester gesehen. Mit der ich gerade keinen Kontakt habe. Weil sie zu meiner Mum sagte, dass ich ihr viel zu negativ sei. sie runterziehe mit meiner Negativität.
dass ihr das zu viel sei. dass das bei uns eh nur eine Zweckgemeinschaft gewesen sei und sie froh sei, wenn wir keinen Kontakt mehr hätten.
Daraufhin habe ich auch sämtlichen Kontakt zu ihr abgebrochen.
Jedenfalls sagte sie einmal zu mir, wie schlimm sie es fände, wenn sie mal bei 60kg oder mehr wäre. Einige Zeit zuvor hatte ich über 60kg. Und ich bin genauso groß wie sie.
Zuletzt war ich die Dünne, bei der sich alle schon Sorgen machten, warum ich so viel abgenommen hatte. Und sie war die bisschen mopsige, bestimmt über 60. Und gestern?
Tja, gestern war es anders. Sie hatte wieder abgenommen und ich war die Dicke. Es geht mir gar nicht um Eifersucht oder sowas. Aber diese Worte damals, die brannten sich bei mir ein.
Und gerade habe ich ein enormes Problem mit meinem Kopf. Ich weiß, ich finde mich zu fett und hässlich. ich weiß, ich sollte und ich will auch abnehmen. aber ich kanns gerade nicht. ich kann nicht gesund einkaufen, ich kann nicht gesund kochen, ich kann nicht gesund essen. Ich hoffe, ich komme bald wieder an den Punkt, an dem auch der Kopf wieder mitspielt. Gerade redet er mir ein, dass es ja noch gar nicht so schlimm wäre. Aber ich finde es schlimm. Ich finde mich schlimm so.
Donnerstag, 10. Oktober 2019
#57
nein ich bin schuld.
Die Arbeit, die Arbeit,
Zigaretten, der Entzug
Wieso zeigst du mir keine Liebe?
Lässt alles an mir aus.
Ich kann nichts tun.
Nichts tun, um dich zu beruhigen.
Ich tu alles für dich,
und du?
Ignorierst mich.
Meidest mich.
Beleidigst mich.
Demütigst mich.
Verlässt mich.
Ein ums andere Mal.
Du lässt mich nicht.
Lässt mich nicht in Ruhe,
Lässt mich nicht allein,
Lässt mich nicht das machen, was ich will.
Du bist zu viel.
Du bist mir zu viel.
beruhige dich doch HÖR AUF DAMIT! ich will doch nur, dass du lieb zu mir bist HÖR VERDAMMT NOCHMAL AUF ZU WEINEN! dass du deinen stress nicht an mir auslässt ICH ERTRAGE DAS NICHT. ICH ERTRAGE DICH NICHT MEHR. was mache ich denn falsch?
ICH KANN NICHT MEHR! HÖR DOCH JETZT ENDLICH AUF! ich möchte doch nur liebe
KLATSCH!
Montag, 7. Oktober 2019
#56 finding comfort in the chaos
zurzeit herrscht bei mir gerade absolutes Chaos.
Chaos im Kopf.
Chaos in der Wohnung.
Chaos in der Beziehung.
Chaos im Leben.
Und ich weiß absolut nicht wohin ich eigentlich will.
Von den Schwierigkeiten mit meinem Freund habe ich ja schon ein bisschen erzählt.
Dieses chaotische Durcheinander zieht sich momentan aber durch alle Bereiche meines Lebens.
Ich hatte gehofft, dass ich durch das Schreiben des Blogs wieder Ordnung reinbekomme. Dass ich wieder erkenne, was ich will und was mir wichtig ist. Dass ich mich auf mich und mein Inneres konzentrieren kann. Dabei sollte es diesmal nicht um mein Gewicht oder meine Figur gehen. Trotzdem hat mich die Rückkehr in die Bloggerwelt auf direktem Weg auf die Waage geführt
Die Zahl war ein richtiger Schock für mich.
61,5kg.
So schwer war ich lange nicht mehr.
Bis Anfang des Jahres hatte ich durch meine Arbeit im Lager viel abgenommen, konnte aber trotzdem alles essen was ich wollte. Alle aus meiner Familie sprachen mich mehrfach darauf an und machten sich zeitweise sogar Sorgen, weil es plötzlich so schnell ging. Da wog ich nur noch 51kg.
Vor ein paar Wochen habe ich ein Bild von mir aus der Zeit gesehen und war selbst ganz erschrocken wie dünn ich da aussah. Aber es gefiel mir und gefällt mir immernoch. Aufgrund meiner Arbeit in der Schule sitze ich mittlerweile nur noch rum und nehme immer weiter zu.
Zu allem Übel und allen Selbstzweifeln kam mein Freund am Wochenende kurz ins Bad, als ich gerade unter der Dusche stand. Eigentlich ist er super lieb zu mir, macht mir Komplimente, versichert mir, dass ich doch dünn bin, wenn ich mal wieder zweifle. Diesmal nicht. Er schaute mich an und sagte nur: "Wir könnten mal wieder etwas Sport machen."
Das Schlimme für mich ist nicht seine Aussage. Ich bin ihm nicht böse, dass er das gesagt hat.
Denn ich weiß, dass er recht hat.
Und es war für mich wie ein Schlag ins Gesicht, dass ich mir das nicht mehr nur einrede, sondern dass es auch nach Außen für alle sichtbar ist, dass ich etwas abnehmen könnte.
Und da sind sie wieder. In vollem Ausmaß. Die Selbstzweifel.
Jetzt sitze ich hier und bin völlig überfordert. Überfordert mit mir selbst. Überfordert mit der Wohnung. Ich muss alles herrichten, den ganzen Haushalt alleine schmeißen, weil ich meinem Freund nicht noch mehr zumuten kann. Überfordert mit der Beziehung und allem was drumherum ist. Überfordert mit den Selbstzweifeln und gleichzeitig dem Vorsatz, nicht mehr in die ES abzurutschen. Überfordert mit der Frage, was ich hier sagen und schreiben will. Zum fünften Mal habe ich nun von vorne begonnen. Und bin froh, dass ich einfach mal alles loswerden kann. All meine Gedanken, die mich gleichzeitig fordern und überfordern. Meine Sorgen, die ich sonst immer nur für mich behalte. Und hinterlasse euch ein einziges Chaos.
Ich hoffe euch allen geht es gut und ich freue mich sehr auch von euch wieder zu lesen.
Euer Schattenmädchen ♥
Freitag, 4. Oktober 2019
#55 alles neu?
ich habe jetzt hier einiges erneuert, aktualisiert und umgestellt. Ich dachte, es ist alles neu, alles anders, andere Probleme, andere Dinge, die mich beschäftigen also muss ich hier auch alles ändern. Macht es überhaupt Sinn diesen alten Blog weiterzuführen oder sollte ich nicht lieber gleich einen neuen Blog starten?
Mein erster Gedanke: ich will den alten BloggerInnen, die noch aktiv sind, wieder folgen und ich freue mich, wenn auch die mir weiterhin folgen können und wollen. Das will ich nicht verlieren.
Mein zweiter Gedanke: das war und ist immer ein Teil meines Lebens, auch wenn jetzt alles anders ist.
Gedacht und gemacht: alles bisschen durchgeschaut und überarbeitet.
Und es dauerte nicht lange, da fiel mir eines auf:
Die Probleme sind nicht anders.
Dinge, die mich beschäftigten, beschäftigen mich auch heute noch.
Es ist nicht alles neu, nicht alles anders.
Es hat sich nur weiterentwickelt.
Und ich merke, dass ich immer noch die gleiche bin wie damals.
Gleich zweifelnd.
Gleich unsicher.
Gleich unverstanden.
Gleich traurig.
Gleich einsam.
Gleich selbsthassend und selbstzweifelnd.
Gleich voller Unruhe und Chaos im Kopf.
Und von allem beschäftigt mich am meisten zu wie vielen Personen ich den Kontakt abgebrochen oder eingestellt habe. Richtigen Kontakt, im Sinne von häufiger Kommunikation, persönlichen Treffen etc. habe ich aktuell nur zu meinem Freund, mit dem ich zusammenwohne und zu meiner Mutter. Sie und ihren Mann sehe ich ca. 1 Mal im Monat. Davon abgesehen habe ich natürlich noch ein paar wenige "geschäftliche" Kontakte zu anderen Menschen. Kindern. In der Schule, wo ich arbeite. Und den Kindern von der Kinderbetreuung. Das wars.
Ich selbst mache mich abhängig von meinem Freund. Der mich mehrmals schon verlassen
Gestern sagte er, dass er mir nie nachlaufen würde. Er ist nicht der Typ dafür und wieso sollte man auch versuchen etwas zu reparieren, was eigentlich längst kaputt ist.
Er hat mir eine Lektion über mich selbst erteilt.
Ich laufe ständig Dingen nach, die längst kaputt sind. Ich mache mich selbst zur kompletten Vollidiotin und absoluten Lachnummer, weil ich allem nachlaufe, obwohl es längst kaputt ist.
Trotzdem war er froh, dass ichs gemacht hab. Damals
Für mich war eine Welt zusammengebrochen.
ich war babysitten. er hatte frei. wir stritten. wie immer. als ich weg war, packte er all seine sachen zusammen und fuhr sie zu seiner familie. zwei mal musste er fahren. zwei mal bei denen er keine skrupel hatte, mich zu verlassen. ich ahnte was. ich schrieb ihm. er blockierte mich. als ich heimkam, sah ich, dass sein auto weg war. in der wohnung dann der schock. jede kleinigkeit von ihm war weg.
Und nun die Frage warum ich mir das selbst antue.
alles neu?
alles alt.
UPDATE
Wow. Lang ist's her. So vieles ist seit dem letzten Beitrag passiert, ich kann es selbst kaum glauben.
Vor einigen Monaten habe ich hier mal reingeschaut, ob es den Blog überhaupt noch gibt oder ob er gelöscht wurde. Damals habe ich meinem (neuen) Freund davon erzählt.
Jetzt gerade habe ich wieder daran gedacht und mich überkam eine so große Lust das hier weiterzuführen. Einfach nur für mich. Egal ob jemand mitliest, ob es jemanden interessiert. Als ich diesen Blog führte hat es mir einfach gut getan. Ich bin ein Mensch, der alles für sich behält. Der abwartet, bis er sich anderen Menschen anvertraut. Meine Probleme erzähle ich lange Zeit nicht, meist sogar erst dann, wenn es nicht mehr anders geht. Und hier kann ich meinen Gedanken einfach mal freien Lauf lassen.
Seit ca. einem Jahr bin ich nun mit meinem Freund zusammen. Es läuft schlecht. Ständiges Hin und Her. Vllt schilder ich mal die Gründe dafür. Aber wir lieben uns sehr. Wir sehen uns an und merken, dass wir nicht ohne einander können. Wir wohnen zusammen. Eigentlich wohnte er bei mir bevor wir zusammen waren.
Mein Studium hab ich letztes Jahr im Sommer beendet. 1,7. Freue mich richtig darüber.
Einige Zeit habe ich im Lager gearbeitet, weil mir alles zu viel war. Ich hatte nicht die Kraft mich um eine Stelle in meinem Fachbereich zu kümmern. Ich wusste damals auch nicht, was ich wirklich will.
Seit Mai arbeite ich als Schulbegleitung und nebenher als Babysitterin. Das gefällt mir ganz gut. Ich habe viel Freizeit und das Geld ist insgesamt in Ordnung. Trotzdem fühle ich mich ständig überlastet und überfordert. Zusätzlich die Situation mit meinem Freund. Ich bin einfach fertig.
Ich hoffe, der/die ein oder andere ist noch mit an Bord. Würde mich freuen von euch zu hören.
Wie das hier aussehen soll, weiß ich selbst noch nicht genau. Habe überlegt, die Abnehmposts zu löschen. Aber es geht hier um mein Leben, meine Geschichte. Und dies ist ein Teil davon, der mich zu der Person gemacht hat, die ich heute bin. Diesen Teil meines Lebens kann ich nicht löschen.
Alles Liebe,
Euer Schattenmädchen
Dienstag, 9. Februar 2016
#54 what are you afraid of?
Sonntag, 7. Februar 2016
#53 would you cry if i wasn't here anymore?
Heute schaff ich es endlichmal wieder was zu posten. Durch die HS war leider viel los bei mir. Ich musste mich jeden Tag aufs Neue motivieren um mich überhaupt erst an den Schreibtisch zu setzen zum Schreiben. Deshalb habe ich Essen und Sport total schleifen lassen. Aber das ist ok
Offiziell ist erst morgen Abgabetermin, aber wir mussten schon am Freitag fahren, da der Vater meines Freundes gestern Geburtstag hatte. Die Note der Rechtsklausur habe ich
Gestern war ich dann also bei dem Geburtstag von dem Vater meines Freunden und, wie kann es anders sein, haben wir schon den ganzen Tag nur gestritten, wie am Freitag auch. Jedenfalls war ich so um halb 6 dort, um 7 sollte es Essen geben. Und als ich dort war, hatten alle aus seiner Familie Faschingskostüme an. Ich hab ihn gefragt, ob jetzt alle so kommen und er meinte, dass sie später noch ins Nachbardorf auf ne Prunksitzung gehen werden. Auf die Idee, mich zu fragen ob wir vllt auch hingehen, ist er nicht gekommen. Auch im letzten Jahr nicht. Wir waren also quasi die einzigen ohne Kostüm und jeder fragte: "Geht ihr etwa nicht mit? Ist Fasching nicht so euers?"
Und wieder mal hab ich mich so extrem unwohl gefühlt. Schon als die Gäste hereinkamen, dabei war vorher noch alles gut. Ich hätte einfach heulen können, das ist jedes Mal, bei jedem Fest so. Mein Freund kann das überhaupt nicht nachvollziehen und zieht dann jedes Mal so eine Fresse, weil ich ihm ja wieder mal alles versaue. Ich weiß nicht was ich machen soll. Das liegt nicht direkt an seiner Familie. Ich merke einfach, dass ich die Anwesenheit von anderen Menschen überhaupt nicht ertrage. Nicht so wie das hier bei anderen Bloggerinnen der Fall zu sein scheint, sondern ich kann einfach die dauernde Gesellschaft von Menschen nicht aushalten. Ich muss mich die ganze Zeit verstellen, das ist iwie so anstrengend für mich. Und ich merke jedes Mal, dass ich nicht dazu gehöre. Das gleiche Gefühl habe ich auch bei meiner Familie. Ich gehöre nirgends dazu. Gestern hat mein Freund auch gemeint, dass ich wohl ein ziemliches Problem habe. Ich kann aber nichts dagegen tun.
Morgen ist bei mir im Ort Faschingsumzug, der beginnt bei uns immer so gegen 18 Uhr und dann ist noch Party in der Sporthalle. Meine beste
Gestern Nacht habe ich mich mit meinem Freund nochmal gestritten, deshalb wird er sicher auch nicht mitgehen. Als ich danach heimgefahren bin, habe ich tatsächlich zum ersten mal gedacht, dass jetzt alles vorbei wäre, wenn ich aufhören würde zu lenken. Offensichtlich habe ich das Auto und mich sicher nach Hause gefahren und ich habe absolut keine Ahnung wieso. Was hält mich noch hier? Ich möchte nicht, dass irgendjemand traurig ist
Jetzt habe ich fünf Wochen Ferien und weiß nicht, was ich machen soll.
Ich bin einfach so verzweifelt und allein. allein. allein.
Freitag, 29. Januar 2016
#52 Eines Tages, Baby
– und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh.
Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinsten was reißen,
lass mich begeistern für Leichtsinn – wenn ein andrer ihn lebt.
Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehm mir zu viel vor –
und ich mach davon zu wenig.
Ich halt mich zu oft zurück –
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich.
Ich würde gern so vieles sagen
aber bleibe meistens still,
weil, wenn ich das alles sagen würde,
wär das viel zu viel.
Ich würd gern so vieles tun,
meine Liste ist so lang,
aber ich werd eh nie alles schaffen –
also fang ich gar nich an.
Stattdessen häng ich planlos vorm Smartphone,
wart bloß auf den nächsten Freitag.
N´ach, das mach´ ich später,
ist die Baseline meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul
wie ein Kieselstein am Meeresgrund.
Ich bin so furchtbar faul,
mein Patronus ist ein Schweinehund.
Mein Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spar ich immer –
falls ich´s nochmal brauch.
Und eines Tages werd ich alt sein, oh Baby, werd ich alt sein
und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Und Du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester
die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und Ende Dezember stellst Du fest, dass du Recht hast,
wenn Du sagst, dass Du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Dabei sollte für Dich 2013
Du wolltest abnehmen,
früher aufstehen,
öfter rausgehen,
mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehen,
für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen.
Aber so wie jedes Jahr,
obwohl Du nicht damit gerechnet hast,
kam Dir wieder mal dieser Alltag dazwischen.
Unser Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft uns auf.
Unser Dopamin das sparen wir immer,
falls wir´s nochmal brauchen.
Und wir sind jung, und ham´ viel Zeit.
Warum soll´n wir was riskieren,
wir woll´n doch keine Fehler machen.
wollen auch nichts verliern.
Und es bleibt so viel zu tun,
unsere Listen bleiben lang
und so geht Tag für Tag
ganz still ins unbekannte Land.
Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden
traurige Konjunktive sein wie
‚Einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen
und hätte fast die Buddenbrooks gelesen
und einmal wär´ ich beinah bis die Wolken wieder lila war´n noch wach gewesen
und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen wir sind die gleichen
und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten.‘
werden wir sagen.
Und das wir bloß faul und feige waren,
das werden wir verschweigen,
und uns heimlich wünschen,
noch ein bisschen hier zu bleiben.
Wenn wir dann alt sind – und unsere Tage knapp,
und das wird sowieso passiern´,
dann erst werden wir kapiern´,
wir hatten nie was zu verliern´ –
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen,
also lass´ uns doch Geschichten schreiben,
die wir später gern erzähln´.
Lass uns nachts lange wach bleiben,
auf´s höchste Hausdach der Stadt steigen,
lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen.
Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen,
sehen, wie sie zu Boden reisen
und die gefallenen Feste feiern,
bis die Wolken wieder lila sind.
Und lass ma´ an uns selber glauben,
ist mir egal ob das verrückt ist,
und wer genau kuckt sieht,
dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist.
Und – wer immer wir auch warn´-
Lass mal werden wer wir sein wollen.
Wir ham´ schon viel zu lang gewartet,
lass mal Dopamin vergeuden.
Der Sinn des Lebens ist leben,
das hat schon Casper gesagt,
let´s make the most of the night,
das hat schon Kesha gesagt.
Lass uns möglichst viele Fehler machen,
und möglichst viel aus ihnen lernen.
Lass uns jetzt schon Gutes sähen,
dass wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun,
weil wir können – und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig,
und das soll ruhig jeder wissen,
und – unsere Zeit die geht vorbei,
das wird sowieso passiern´,
und bis dahin sind wir frei
und es gibt nichts zu verliern´.
Lass uns uns mal demaskiern´
und dann sehen wir sind die gleichen
und dann können wir uns ruhig sagen,
dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben das wir führen wollen,
das könn´ wir selber wählen.
Also – los, schreiben wir Geschichten,
die wir später gern erzähl´n.
Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein.
– und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.“
Donnerstag, 28. Januar 2016
#51 Die Kunst, zu leben
Ich habe heute leider wieder nicht so gute Neuigkeiten. Gestern und heute morgen wog ich 58,9kg. Dabei hatte ich nach dem Schock gestern deutlich weniger gegessen und bin auf ca. 900-950kcal gekommen. Und trotzdem habe ich nicht abgenommen. Das ist echt frustrierend. Mein Plan war ja, dass ich bis ca. 8.2. 57,1kg habe, also 2kg weniger. Bis jetzt habe ich gerade mal 0,3kg abgenommen. Also wird die Kalorienzahl jetzt auf längere Zeit runtergesetzt auf ca. 800-1200kcal. Außerdem möchte ich deutlich mehr trinken. Ich habe festgestellt, dass wir Gläser mit Eichstrich haben, dann kann ich das jetzt genauer überprüfen. Ich hoffe, dass ich dadurch weniger Hunger habe und mir meine Beine nicht mehr so weh tun. Leider haben wir aber mein Wasser (ich trinke nur dieses grüne, stille Volvic) nicht da, deshalb werde ich Tee mit Apfelsaft bzw Apfelschorle trinken. 8 Gläser à 200ml mindestens!
Gestern und heute morgen konnte ich mich dann zu etwas Sport zwingen. Das Training 1/5 Athena Endurance habe ich diesmal in 2.14 Minuten geschafft. Zum Vergleich: beim 1. Mal habe ich 3.03 und beim 2. Mal 2.43 Minuten gebraucht. Also eine Verbesserung um 50 Sekunden! Ich weiß zwar nicht warum, aber irgendwie gingen die Crunches auf einmal viel leichter. Ich habe erst nach 22/25 mal für 2 Sekunden durchgeatmet und sie dann fertig gemacht. Gestern gabs ansonsten nicht viel Training, aber dafür habe ich heute etwas mehr gemacht. Das soll auch in Zukunft so bleiben.
Damit ich auch wirklich dranbleibe und alles kontrollieren kann werde ich mein Essen wiegen und dann in eine Kalorienzählapp eintragen. Bisher hatte ich Noom benutzt, ich habe aber vorhin nochmal geschaut und habe "Lifesum" (wieder)entdeckt. Ich meine, dass ich das schon einmal hatte, aber es hat ganz anders ausgesehen. Ich werde jetzt erstmal beide nutzen und dann schauen. Ich finde Noom sehr übersichtlich, aber bei Lifesum gibt es viele Informationen und man kann sein Trinken tracken. Das ist für mich wirklich super. Und man kann sogar vorausplanen, was ja bei vielen Apps nicht geht.
Ich habe heute sogar mit meiner Hausarbeit angefangen. Dabei muss ich zwei Theorien auswählen und die auf einen Fall anwenden, den wir uns selber suchen mussten. Meine Wahl fiel auf Alice Salomon (die kennt hier wahrscheinlich keiner) und dabei bin ich auf einige schöne Gedanken und Zitate gestoßen. Sie schreibt in dieser Theorie über die Kunst, zu leben. Die Zitate haben mich wirklich zum Nachdenken gebracht, da auch hier in vielen Blogs viele Schwierigkeiten mit Leben oder mit sich selbst haben. Deshalb will ich sie gerne mit euch teilen.
"Die wenigsten Menschen sind sich darüber klar, daß „leben“ eine Kunst ist. Menschen werden geboren und wachsen heran. Das ist so selbstverständlich, daß man kaum bedenkt, wie viele Schwierigkeiten dabei zu meistern sind."
"Nur in seltenen Augenblicken offenbart ein Mensch dem anderen sein wirkliches Selbst."
"Aber das Leben kann gemeistert werden."





